Glücklich in der Partnerschaft

 

Für Singles, Verliebte, Verlobte oder Verheiratete gibt es viele Tipps und gute Ratschläge, um Glücklich in der Partnerschaft zu sein, doch meist werden nur Klischees bedient, die ohnehin schon jeder kennt. So verläuft auch eine echte Liebesgeschichte anders, als in diversen Kitschromanen oder in Filmen und nicht immer gibt es ein Happy End. Fragt man Paare, was zu einer Trennung geführt hat, dann ist es oft der Alltag, der Stress, die Streitereien, oder eine Affäre.

 

Doch das sind nur oberflächliche Auswirkungen einer viel tiefer liegenden Problematik. Jeder Mensch wird in seiner Familie ein bestimmtes soziales Umfeld kennen lernen und Verhaltensweisen imitieren, die den Erhalt von Liebe, Schutz, Sicherheit und Anerkennung sicherstellen. Jeder erlernt somit eine Strategie, mit der Er/Sie die eigenen Bedürfnisse zu erfüllen versucht. Da dieses Verhalten schon in sehr jungen Jahren entsteht, wird es bewusst gar nicht wahrgenommen und schon gar nicht in Frage gestellt. Man kennt es eben so und nicht anders. Wie eine geheime Taktik steuert so das Unterbewusstsein dein Verhalten in bestimmten Situationen; das heißt, du hast gar nicht die reale Möglichkeit, dich anders zu verhalten.

 

Hier als Beispiel fünf Strategien und ihre Glaubenssätze:

  • Das Helferchen

Wenn ich anderen helfe, sie rette oder für sie da bin, dann lieben sie mich…in Wahrheit wirst du dafür nur ausgenutzt…

  • Der/Die Perfektionist/in

Wenn ich alles richtig mache dann bin ich ok und liebenswert…diese Strategie erzeugt Druck, Stress und macht krank…

  • Der/Die Revoluzzer/in

Wenn ich revoltiere und dagegen bin, bin ich etwas Besonderes und bekomme Aufmerksamkeit…das Fatale dabei ist, dass du immer gegen den Strom schwimmen muss, was auf Dauer mega           anstrengend ist…

  • Der/die Unnahbare

Ich lasse mir nicht in die Karten schauen, das gibt mir Macht und Sicherheit…leider führt das in die Isolation, denn Du kannst gar keine wirkliche Verbindung zu anderen Menschen                           herstellen…

  • Der/die Krieger/in

Wenn  ich kämpfe, dann schaffe ich es, dass ich geliebt und anerkannt werde…doch jeder Kampf fordert Opfer und hinterlässt Verletzungen…

Es gibt noch sehr viel mehr Strategien, die einem das Leben schwer machen können. In einer Partnerschaft prallen diese Strategien aufeinander und ergänzen sich oder stoßen sich ab. Wer bereit ist, sich mit seinen unbewussten Taktiken auseinander zu setzen, kann das Geheimnis einer glücklichen Partnerschaft entschlüsseln. Persönliche Entwicklung beschäftigt sich genau mit diesen inneren Vorgängen  und ermöglicht eine tief greifende Veränderung im Unterbewusstsein, was Dich in deine persönliche Freiheit, in die Liebe und damit in eine glückliche Partnerschaft führt.

 

 

Was macht einen darüber hinaus Glücklich in der Partnerschaft?

 

Zeit für ein entspanntes Miteinander

Freie Zeit ist mittlerweile ein Luxus, der am besten fest eingeplant werden sollte. Sich Zeit nehmen für ein gemeinsames Frühstück, einfach fürs lockere Zusammensein und das Miteinander genießen, ohne Ablenkungen von Smartphone, Fernseher oder anderen Zerstreuungen. Das schafft Raum für Begegnung und Austausch.

 

Freundschaft

Eine Liebesbeziehung ist idealer Weise auch freundschaftlich, das heißt, du genießt es mit deinem Partner/deiner Partnerin zusammen zu sein. Es fühlt sich leicht an und du hast Spaß an gemeinsamen Unternehmungen. Ihr könntet theoretisch miteinander Pferde stehlen…

 

Achtsamkeit

Menschen sind sehr unterschiedlich im Charakter und in ihren Verhaltensweisen. Es braucht Achtsamkeit und Respekt vor dieser Andersartigkeit,. Statt abzuwerten oder zu beurteilen, weil dein Partner/deine Partnerin die Dinge anders macht als du, einfach mal das positive daran sehen und was du von ihm/ihr lernen kannst. Der Partner hält einem oft den Spiegel hin und zeigt einem die eigenen unterentwickelten Seiten auf.

 

Vertrauen

Ohne Vertrauen steht eine Liebesbeziehung vor dem Aus. Geheimnisse und Lügen sind regelrechte Kriegstreiber, sie zerstören das Vertrauen und damit die Basis für ein glückliches Miteinander. Dagegen stärkt Gefühl, sich auf den anderen verlassen zu können, die Beziehung und den gemeinsamen Stand im Leben.

 

Wenn du dich befreien möchtest von übernommenen Beziehungsstrukturen dann,

kannst du mit diesem Selbsthilfebuch einen großen Schritt ins Glück machen! KLICK

 

 


Glücklich - ein Fahrplan für seelische und geistige Entwicklung

 

Toleranz

Jeder Mensch hat Stärken und Schwächen, was das Miteinander hin und wieder auf die Probe stellt. Gott sei Dank hat man auch selbst Fehler, oder macht welche und ist froh, wenn der andere tolerant darüber hinweg sieht. Da man aus Fehlern ja bekanntlich lernen kann, ist das doch wirklich nicht so tragisch, oder?

 

Gleichberechtigung

Machtkämpfe bringen immer einen Stärkeren und einen Schwächeren hervor, das erzeugt  Disharmonie und bringt die Liebe unter die Räder. Der Verzicht auf Machtausübung ist eine Form der Anerkennung und Wertschätzung dem Partner gegenüber, was der Liebe Flügel verleiht.

 

Konfliktfähigkeit

Es wird zwischen zwei Menschen immer unterschiedliche Ansichten und Meinungen geben, die zu einem Konflikt führen. Das auszudiskutieren ist wichtig und braucht eine Art Streitkultur, die nicht verletzend oder herabsetzend ist, sondern konstruktiv und Lösungsorientiert. Statt das Problem zu wälzen, den Fokus auf die Lösung richten. Zwei Meinungen können sich auch gegenseitig befruchten.

 

Gemeinsamkeiten

Es ist angenehm, wenn ihr die gleichen, oder zumindest  ähnliche Vorlieben habt für Menschen, Hobbys und andere Aktivitäten. Sonst muss immer einer zurück stecken, oder ihr verbringt eure Freizeit alleine, bzw. mit anderen Gleichgesinnten. Gemeinsamer Spaß ist doppelter Spaß!

 

Glücklich in der Partnerschaft werden Menschen, die sich ehrlich mit sich selbst auseinanderzusetzen bereit sind und erkennen, dass sie selbst ihr Glück in der Hand haben. Es fühlt sich zwar besser an, wenn der Andere die Schuld an den Beziehungsschwierigkeiten hat, doch das ist nur die halbe Wahrheit. Der Lohn dafür ist nicht nur eine liebevolle, glückliche und langlebige Partnerschaft, sondern auch eine liebevolle Einstellung sich selbst und dem Leben gegenüber.

 

Wer tiefer in das Unbewusste und in die Lebensstrategien einsteigen möchte, dem empfehle ich an dieser Stelle folgende Seminare:

 

 

 

Sie haben Fragen?

Was will ich wirklich?

 

Was wir wirklich wollen, wissen wir oft gar nicht so genau. Das macht es manchmal schon schwierig, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Manchmal sogar so schwer, dass wir gar keine Entscheidungen treffen können, sondern die Entscheidung dann anderen überlassen. Entscheidungen treffen können, den Sinn des Lebens finden, die Bestimmung, die Leidenschaft, die Vision, oder die Lebensaufgabe entdecken, damit beschäftigt sich dieser Artikel.

 

In vielen Situationen sind wir einfach überfordert, vielleicht brauchen wir nur etwas Zeit, oder wir müssen erst abwägen, was uns wirklich richtig erscheint. Deshalb lasse dir Zeit für deine Entscheidungen und finde erst einmal heraus, was du wirklich willst. Das macht Sinn sowohl für die vielen kleinen Entscheidungen, die du treffen musst, aber auch für die große Lebensfrage.

Die Frage „Was will ich wirklich“ stellt sich wohl jeder im Laufe seines Lebens. Hast Du schon Klarheit darüber, was du wirklich willst? So einfach ist diese tiefgründige Frage oft gar nicht zu beantworten. Als sinnvoll erachten wir etwas, wenn es stimmig ist, wenn es wertvoll ist und auch in einem größeren Zusammenhang passend erscheint. 

 

Den Sinn des Lebens finden, den roten Faden, der die eigene Bestimmung, die Leidenschaft, die Vision und vor allem die Lebensaufgabe offenbart. Wenn das gefunden ist, findet ein erfülltes Leben natürlicherweise statt. Diese Erfüllung geht über Geld verdienen, Haus und Auto, weit hinaus. Diese Erfüllung schenkt eine tiefe Zufriedenheit im Tun und mit dem Leben an sich. Des einen Erfüllung ist es, sich ein Denkmal zu errichten, des anderen sich vielleicht in ein Kloster zu begeben, Möglichkeiten der Selbstverwirklichung gibt es viele.

 

Doch wie herausfinden, was du wirklich willst?

 

Eine Schreibübung kann dabei behilflich sein und Antworten geben. Nimm Dir ein Blatt Papier zur Hand und schreibe 20x

Ich will…

Ich will…

Ich will…

usw.

 

Schreiben verbindet dich mit deinem Unterbewusstsein und kann dir wertvolle Hinweise liefern.

 

Werte, Talente und Fähigkeiten spielen bei der Sinnfrage eine gewichtige Rolle. Vor allem die Werte reden ein gewichtiges Wort mit bei der Sinnfrage. Was hast du für Werte, wofür stehst du? Viele Menschen leben nach den Wertvorstellungen der anderen und sind damit ein Stück weit fremdbestimmt. Lege Dir deine Werte einfach mal offen und schreibe folgende Sätze von Beginn an, und dann intuitiv zu Ende:

 

Ich lege Wert auf…

Es ist mir wichtig, dass….

Für mich macht etwas Sinn, wenn es …

Meine Entscheidungen sind richtig, wenn ich…

Meine Leidenschaft ist es, …

Meine Lebensaufgabe ist es,…

Meine Vision ist, dass…

 

Vielleicht hast Du jetzt schon eine wichtige Erkenntnis gewonnen und kannst selbstbestimmt dein Lebensglück in die Hand nehmen…oder die ein- oder andere Entscheidung treffen, denn diese Schreibübung eignet sich auch für die kleinen Entscheidungen.

Viel Spaß dabei, dich selbst zu entdecken!

 

 

Sie haben Fragen?

10 Schritte um Beziehungsprobleme zu lösen

Exclusiv für Sie 10 Schritte um Beziehungsprobleme zu lösen

Mit Schmetterlingen im Bauch wollten Sie einst  zusammen den Himmel auf die Erde holen, erinnern Sie sich? Dahin möchte ich Sie beide gerne zurückbringen, denn die liebevolle Zweisamkeit ist doch das Allerschönste. Beziehungsprobleme an sich sind normal, denn an der Liebe nagt der Alltag, die üblichen Verpflichtungen, beruflicher Stress, die Anforderungen der Kindererziehung und daher wird das partnerschaftliche Glück immer wieder auf die Probe gestellt. Dazu kommen diverse Meinungsverschiedenheiten und die daraus entstehenden Konflikte, so dass man sich immer weiter voneinander zu entfernen droht.

Beziehungsprobleme sind lösbar, wenn Sie bereit sind zuzuhören und offen miteinander zu sprechen. Und Sie brauchen Geduld, denn Beziehungskonflikte, die sich über Jahre entwickelt haben, lassen sich nicht in einem Gespräch vom Tisch wischen.

 

Was gar nicht geht ist:

  • Druck ausüben
  • Beleidigt sein
  • Eifersuchtsszenen
  • Seelische oder körperliche Gewalt ausüben
  • Auf dem eigenen Standpunkt beharren
  • Untreue
  • Unwahrheit
  • Drohungen
  • Die Schuld ausschließlich beim Partner suchen
  • So weitermachen…

 

Als Beziehungskitt eigenen sich dagegen folgende 10 Schritte um Beziehungsprobleme zu lösen:

Schritt 1:

Klären Sie für sich selbst, ob Sie die Beziehung wirklich weiterführen wollen. Wenn Sie dazu nicht wirklich bereit sind, macht es keinen Sinn. Wenn Sie sich diese Frage stellen, legen Sie dabei eine Hand auf Ihr Herz und geben Sie Ihrem Gefühl eine Stimme! Auch Ihr Partner sollte sich diese Frage ehrlich stellen und beantworten. Wenn Sie beide dazu „ja“ sagen, dann kann es los gehen.

 

Schritt 2:

Grundsätzlich verhält sich jeder Mensch seinen Möglichkeiten entsprechend. Durch die Prägung im Elternhaus und die gelebten Erfahrungen sind gewisse Muster und Verhaltensweisen entstanden, die erst einmal gar nichts mit dem Verhalten des Partners zu tun haben. Deshalb sind in Schritt zwei die Schuldzuweisungen einzustellen. Jeder ist gehalten an sich selbst zu arbeiten und die Gründe für das eigene Verhalten in der Beziehung zu klären.

 

Schritt 3:

Sie haben nichts zu verlieren, daher können Sie jetzt mit Ihrem Partner über Ihre Wünsche und Bedürfnisse offen sprechen. Erforderlich für eine gute Kommunikation sind dabei Ich-Botschaften wie: „ich fühle mich in dieser Situation…“. Das wird in dieser Form dann auch nicht als Schuldzuweisung empfunden.

 

Schritt 4:

Sollte in der Vergangenheit ein Fehlverhalten Verletzungen hinterlassen haben, wäre es nun an der Zeit zu verzeihen, sonst kann ein Neuanfang nicht gelingen. Bevor Sie mit ihrem Partner über Ihre Gefühle sprechen, schreiben Sie ihm/ihr einen Brief, den Sie aber nicht abschicken oder übergeben, sondern nur, um sich über ihre Gefühle klar zu werden.

 

Schritt 5:

In jeder Beziehung geht es immer wieder darum, wer für was die Verantwortung trägt. Jeder ist letztlich für seine Gedanken, sein Reden und natürlich auch für sein Handeln selbst verantwortlich. Jede Entscheidung, die man selbst nicht trifft, überlässt man schließlich anderen. Auch das ist eine Entscheidung. Also trainieren Sie fortan Ihren Entscheidungsmuskel, damit übernehmen Sie Verantwortung!

 

Schritt 6:

Konflikte sollten am besten zeitnah geklärt werden. Viele schlucken erst alles hinunter, um dann bei einer unpassenden Gelegenheit zu explodieren. Konflikte regeln den Grenzverkehr zwischen dem Ich und dem Du und sind daher in einer Beziehung wichtig. Im Konflikt kann jeder seine persönliche Grenze klar aufzeigen, was Klarheit in viele Fragen bringt.

 

Schritt 7:

Es macht keinen Sinn, sich in immer wieder kehrende Sackgassen hinein zu diskutieren. Legen Sie den Focus auf die Lösung und nicht auf das Problem!

 

Schritt 8:

Achtsamkeit ist ein Helfer in allen Lebenslagen, vor allem in einer Krise. Gehen Sie mit sich selbst und mit ihrem Partner so achtsam um, als wären Sie aus kostbarstem Porzellan.

 

Schritt 9:

Nehmen Sie sich Zeit für sich selbst und für Ihre Selbstverwirklichung. Das befreit Ihre/n Partner/die Partnerin und er/sie muss nicht Ersatz sein, für den fehlenden Sinn in Ihrem Leben.

 

Schritt 10:

Wenn Schritt 1-9 noch nicht ausreichend waren, um Ihre Beziehungsprobleme zu lösen, dann wäre es vielleicht hilfreich, sich Hilfe in Form von Beratung, Paar-Therapie, Paar-Aufstellung oder anderweitige Unterstützung von Außen zu holen. Gerne können Sie mit mir einen Termin vereinbaren oder an einem meiner Seminare zum Thema Beziehung teilnehmen.

 

 

Sie haben Fragen?

Wie rette ich meine Ehe

Wenn Sie sich die Frage stellen „wie rette ich meine Ehe“, dann haben Sie auch schon über das Ende Ihrer Ehe nachgedacht. Bevor Sie sich trennen, könnte ich Ihnen ein paar Tipps geben, wie Sie es bewerkstelligen könnten, dass es doch noch funktionieren könnte. Eine Trennung ist schmerzhaft und fraglich ist, ob mit einem neuen Mann, einer neuen Frau, die Probleme so einfach verschwinden. Denn die Gewohnheiten, die Verhaltensweisen, die Beziehungsmuster und diverse Einstellungen nehmen Sie ja mit in die nächste Partnerschaft hinein. Und nicht nur das, auch die Erfahrung einer Trennung, und die damit verbundenen Verletzungen. Es gibt Ehen, die sind definitiv nicht zu retten, da ist nur noch ein Trümmerfeld wo einmal Liebe war. Aber ich glaube, das sind nur wenige, die meisten Ehen sind zu retten. Eine Krise ist immer auch eine Chance für ein besseres Miteinander, ja sogar oft ein echter Katalysator zu einer wirklich guten Beziehung.

Um eine Beziehung retten zu wollen, braucht es natürlich die Bereitschaft dazu und den Mut, sich auf Veränderungen einzulassen. Es lohnt sich sicher, sich erst einmal noch eine Chance zu geben, trennen kann man sich schließlich immer noch, wenn auch das nicht funktioniert hat.

Eine Beziehung retten zu wollen erfordert allerdings ehrliche Arbeit an sich selbst und eine Veränderung in den Bereichen, in denen man selbst zum Scheitern der Beziehung beigetragen hat. Es ist zu einfach, die Schuld ausschließlich beim Partner zu sehen. Wer genauer hinsieht, entdeckt, dass man durch bestimmte Verhaltensweisen, Einstellungen, Sichtweisen und Glaubenssysteme durchaus und, vielleicht schon längerfristig, ebenfalls seinen Beitrag zu dieser Krise geleistet hat. Das Gute in einer solch schwierigen Situation ist allerdings, man wird sich darüber klar, was der andere einem wirklich bedeutet.

Ist die Entscheidung für einen Rettungsversuch der Ehe gefallen, dann geht es zuallererst darum, die Ursachen für die Beziehungsprobleme zu finden, denn wenn man die Ursache kennt, kann man etwas verändern. Ursachen könnten zum Beispiel folgende sein:

 

  • Alltagsprobleme
  • Streitereien
  • Nebeneinander statt Miteinander
  • Zuviel Nähe oder zuviel emotionale Distanz
  • Vernachlässigung des Partners
  • Kommunikationsschwierigkeiten
  • Der Glaube funktionieren zu müssen
  • Zuwenig Zeit füreinander
  • Einmischung von Außen durch Schwiegermütter- oder Väter
  • Machtspielchen
  • Eifersucht
  • Zu hohe Erwartungen an den Partner
  • Untreue
  • Geldprobleme
  • Keine oder wenig Sexualität

Lösungen für einige der Ursachen kann man nicht von heute auf morgen finden. Das wichtigste ist, wirklich ehrlich miteinander zu sprechen, so dass jeder die Gelegenheit bekommt, seine Wünsche, seine Bedürfnisse und am Besten auch seine Gefühle mitzuteilen. Darüber hinaus könnten folgende Dinge unterstützend sein:

Sofortmaßnahmen

  • sich mehr Zeit füreinander nehmen
  • dem anderen seine Gefühle offenbaren
  • Einander mit Wertschätzung begegnen
  • Zeichen der Liebe setzen
  • auf Schuldzuweisungen verzichten
  • Zuhören und Verständnis entwickeln
  • Loslassen
  • Vertrauen in die Partnerschaft haben
  • Streitkultur entwickeln
  • Sich Zeit nehmen für Selbstverwirklichung
  • Gemeinsame Regeln aufstellen
  • Feste Zeiten für gemeinsame Unternehmungen einplanen
  • Einen Eheberater/eine Eheberaterin aufsuchen

 

 

Um wirklich nachhaltige Veränderungen zu erreichen, wird es zudem notwendig sein, die Vergangenheit aufzuarbeiten. Nach vielen Jahren Ehe hat man sich meist unmerklich auseinander gelebt. Viele Kleinigkeiten, Enttäuschungen oder Verletzungen haben dazu geführt, dass man innerlich aus der Beziehung gegangen ist. Und plötzlich scheint man Kilometerweit voneinander entfernt zu sein. Vielleicht gibt es auch handfeste Gründe dafür.

Um diese Entfernung zu überbrücken, wird man über das ein oder andere sprechen müssen.

Empfehlenswert ist in jedem Fall, sich beraten zu lassen, und an sich selbst zu arbeiten. Dafür eignet sich Coaching, Psychotherapie, eine Familienaufstellung, oder eine Paaraufstellung. Dadurch sind wirklich tief greifende Veränderungen in Beziehungen möglich.

 Und: Es geht einem auch besser mit sich selbst.

Denn je mehr Sie sich selbst lieben und wertschätzen, desto mehr Liebe haben Sie auch zu geben. Es ist eine irrige Vorstellung zu glauben, man müsste nur den richtigen Partner finden und dann klappt das mit der Liebe. Das ist so nicht. Das hieße ja, der andere ist für mein Liebesgefühl und für mein erfülltes Leben verantwortlich.

 

Ich wünsche Ihnen Geduld und Ausdauer dabei, sich Ihrem einst geliebten Gegenüber wieder anzunähern, um wieder zu lieben und sich auf eine gemeinsame Zukunft zu freuen.

 

 

 

Sie haben Fragen?

Probleme in der Familie lösen

 

 

 

 

 

 

 

Wie kann ich Probleme in der Familie lösen?

In einer Familie ist nicht immer alles eitel Sonnenschein, sondern es tauchen auch diverse Probleme, Konflikte und Spannungen auf, was die Frage aufwirft, wie Probleme in der Familie zu lösen sind. Es gibt viele Themen, die zu Streitigkeiten führen können. Obwohl fast alle Menschen ein Bedürfnis nach Harmonie haben, ist es doch mitunter schwer, den Alltag friedlich zu gestalten. Die meisten Meinungsverschiedenheiten können ausdiskutiert werden und sind damit erledigt, aber es gibt auch Schwierigkeiten, die nicht so ohne weiteres aus der Welt zu schaffen sind. Das könnten unter Umständen folgende sein:

  • Eheprobleme der Eltern
  • Unterschiedliche Ansichten in Erziehungsfragen
  • Einmischung in familiäre Angelegenheiten von Außen durch Großeltern oder andere Personen
  • Konflikte zwischen Eltern und Kindern
  • Konflikte zwischen Geschwistern
  • Verhaltensauffälligkeiten von Kindern
  • Schulische Schwierigkeiten eines Kindes
  • Lang anhaltende Erkrankungen oder gesundheitliche Einschränkungen eines Elternteils oder eines Kindes
  • Kommunikationsschwierigkeiten
  • Soziale Probleme wie Geldsorgen, Arbeitslosigkeit, Erkrankungen, Suchtthematiken und andere

Eheprobleme der Eltern

Wenn die Eltern als Paar in Schwierigkeiten stecken, wirkt sich das auf die ganze Familie aus. Kinder lieben ihre Eltern und wünschen sich von beiden Liebe, Anerkennung und Unterstützung. Kinder sind sehr empathisch und leiden bei Eheproblemen der Eltern nicht nur mit, sondern versuchen auch zu vermitteln. Im schlechtesten Fall werden Kinder einseitig beeinflusst und mit in den Konflikt hinein gezogen. Als Lösung eignet sich für die Eltern eine Paartherapie, eine Paarberatung oder eine Paaraufstellung, um die Konflikte innerhalb ihrer Beziehung zu lösen. Das entspannt alle Beteiligten und stellt die Harmonie wieder her.

 

Unterschiedliche Ansichten in Erziehungsfragen

Es gibt tausend Meinungen und unterschiedliche Vorstellungen, was die „richtige“ Erziehung von Kindern angeht. Grundsätzlich sollten die Eltern sich auf einen gemeinsamen Kurs in Erziehungsfragen einigen, der dann auch so eingehalten wird, denn sonst wissen die Kinder nicht woran sie sich zu halten haben und versuchen vielleicht sogar, die Eltern gegeneinander auszuspielen. Diskussionen über Erziehungsfragen im Beisein der Kinder sind kontraproduktiv und schwächen die Position der Eltern. Eine einheitliche Haltung der Eltern dagegen gibt Kindern Schutz, Halt, Führung und Anleitung.

 

Einmischung in familiäre Angelegenheiten von Außen

Erziehungstipps oder Ratschläge von Großeltern, Onkeln und Tanten oder anderen Familienmitgliedern sind zwar nett, können aber über Kreuz liegen mit den eigenen Vorstellungen. Erziehungsberechtigt sind letztlich die Eltern und damit auch verantwortlich. Deshalb stellt sich bei jeglicher Einmischung immer die Frage, wer ist denn in der Sache verantwortlich und wer nicht? Derjenige der die Verantwortung trägt sollte auch entscheiden, was richtig ist und was nicht. Es lohnt sich meist, besser auf das eigene Gefühl zu hören, als auf gut gemeinte Ratschläge.

 

Konflikte zwischen Eltern und Kindern

Streit, Schwierigkeiten und Spannungen zwischen Eltern und Kindern sind verhältnismäßig normal, dient doch ein Konflikt auch dazu,Grenzen zu setzen und Grenzen zu akzeptieren. Je nachdem in welcher Entwicklungsphase die Kinder sind, gibt es mehr oder weniger Stress. Gewisse Grenzen der Eltern müssen von Kindern akzeptiert werden, auf der anderen Seite ist es auch wichtig, dass Eltern sich in ihre Kinder hineinversetzen, um zu spüren, was sie brauchen und wie es ihnen geht. Jedes Lob wirkt sich stärkend auf Kinder aus und jede Kritik wie ein Niederschlag, daher kann mit Anerkennung meist das gewünschte Ergebnis erreicht werden. Letztlich ist die Liebe die stärkste verbindende Kraft zwischen Eltern und Kinder, dieses Band gilt es zu halten, in jedem Fall.

 

Konflikte zwischen Geschwistern

Streit zwischen Geschwistern entsteht oft durch eine Ungleichbehandlung durch die Eltern, oder durch Rangkämpfe um die beste Position. Die Größeren müssen meist mehr Verantwortung tragen als die Kleineren, was sie den Geschwistern dann übel nehmen. Die Kleineren hingegen fühlen sich oft in der schwächeren Position und haben einen geringeren Selbstwert, weil die anderen Kinder in ihrer Entwicklung eben schon weiter sind. Ausgenommen sie sind das ersehnte Nesthäkchen. Eltern tun gut daran, Liebe und Anerkennung gleichermassen zu verteilen, so kann jedes Kind seinen besonderen Platz einnehmen kann.

 

Verhaltensauffälligkeiten von Kindern

Als erste Maßnahme wäre sicher abzuklären, ob die Verhaltensauffälligkeit gesundheitliche Gründe hat. Sind Kinder in der Schule oder zuhause verhaltensauffällig, ist es auch angebracht das familiäre und schulische Umfeld genauer zu betrachten. Kinder sind heutzutage schon früh einem großen Leistungsdruck ausgesetzt und manchmal ist auch die Freizeit stressig, weil noch Geige, Fußball oder was anderes gespielt werden muss, wo es aber auch um das Erreichen bestimmter Ziele oder um gewinnen geht. Zudem tragen Kinder unbewusst emotionale Belastungen aus dem Familiensystem, was zu einem Ungleichgewicht führen kann. Eine Familienaufstellung kann genauere Auskunft darüber geben, was das Kind braucht, um wieder in die Balance zu kommen.

 

Schulische Schwierigkeiten eines Kindes

Nicht nur der Leistungsdruck macht Kindern zu schaffen, sondern auch das soziale Klima an der Schule kann für ein Kind der wahre Albtraum sein. Immer wieder werden Kinder von ihren Mitschülern gemobbt oder ausgegrenzt, was für Sensible eine sehr belastende Situation ist. Auch hier kann eine Familienaufstellung hilfreich sein, in der das Kind über die Aufstellung gestärkt werden kann. Die Eltern bekommen Klarheit darüber, was das Kind braucht um mehr Selbstvertrauen zu bekommen.

 

 

Lang anhaltende Erkrankungen oder gesundheitliche Einschränkungen eines Elternteils oder eines Kindes

Längerfristige Erkrankungen eines Elternteils sind für die ganze Familie eine Belastung und wirkt sich verstärkt auch auf die Kinder aus. Meistens leiden alle mit, was die Situation aber nicht besser macht. Eine Haltung der Akzeptanz auch gegenüber einer Erkrankung kann den Umgang mit einer erkrankten Person erleichtern. Wird der Focus in der Betrachtung auf die Stärke der erkrankten Person gelegt, wirkt sich das stärkend aus. Die Erkrankung eines Kindes ist ebenso belastend und führt zu einer Fokussierung auf das erkrankte Kind. Die Geschwisterkinder bekommen dadurch weniger Aufmerksamkeit und werden nicht nur mitleiden, sondern sich auch benachteiligt fühlen. Daher ist es wichtig, die Erkrankung nicht in den Mittelpunkt zu stellen, sondern so gelassen und zuversichtlich wie möglich damit umzugehen und auch den anderen Kindern die nötige Beachtung zu schenken. 

 

Kommunikationsschwierigkeiten

In vielen Familien wird zwar gesprochen über dies und jenes, aber über die wichtigen Dinge wird gerne geschwiegen. Auch über Gefühle wird meist nicht so gern gesprochen, aus Angst sich verletzlich zu zeigen. Statt dessen gibt es Schuldzuweisungen, verbale Angriffe verschiedenster Art, herabsetzende Worte, Besserwisserei oder Kritik, worauf der andere dann wütend, beleidigt oder mit Rückzug reagiert. Miteinander reden bringt Segen und manchmal braucht es nur etwas Mut, um über die eigenen Empfindung sprechen zu können. Erst dann können die Anderen auch verstehen wie einem zumute ist. Durch Kommunikationstraining kann kommunizieren erlernt werden, so dass Meinungsverschiedenheiten besser geklärt werden können. Bei unüberwindbaren Schwierigkeiten kann ein Mediator oder Vermittler von außen hinzugezogen werden. Auch eine Familienaufstellung kann helfen, ein besseres Verständnis für sich selbst und andere zu gewinnen, was dann auch kommuniziert werden kann.

 

Soziale Probleme wie Geldsorgen, Arbeitslosigkeit, Erkrankungen, Suchtproblematiken etc.

Auch soziale Probleme belasten das Familiensystem und üben einen gewissen Druck auf den Einzelnen aus. Wenn Eltern ihren Kindern aufgrund von Geldsorgen den normalen Standard nicht bieten können, werden diese darunter leiden und sich ausgegrenzt fühlen. Da heutzutage viele Mütter allein erziehend sind, kommt das durchaus häufiger vor, als angenommen. Auch für die Eltern ist es belastend, wenn  sie ihren Kindern nicht das bieten können, was üblich ist. Wenn dann noch andere soziale Missstände vorliegen oder Sucht- und andere Erkrankungen eines Elternteils, entsteht häufig ein Teufelskreis von Konflikten. Auch in diesen Fällen kann eine Beratung, eine Therapie, eine Aufstellung oder anderweitige Hilfe von Außen unterstützend sein.

Probleme in der Familie lösen kann man dann, wenn man bereit ist bestimmte Muster, Einstellungen, Vorstellungen, Meinungen und Standpunkte zu überprüfen und zu verändern. Das versetzt einen in die Lage, auch mit schwerwiegenden Problematiken besser umzugehen, oder sie lösen sich in Wohlgefallen auf.

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Ablauf einer Familienaufstellung

Wer sich für eine Familienaufstellung interessiert, kann sich hier vorab den Ablauf einer Familienaufstellung ansehen.

In einer Familienaufstellung wird die Familie als Gruppe durch sog. Stellvertreter bildhaft dargestellt. Diese können die Haltung, die Gefühle und die Art der Personen, die sie darstellen wahrnehmen und sichtbar machen. Ich habe im Laufe vieler Jahre eine eigene Form der Aufstellung entwickelt, die sich von anderen Aufstellungsformen dadurch unterscheidet, dass Kräfte und Gefühle, die eine Person einer anderen zur Verfügung gestellt hat, durch den Aufstellungsleiter zurückgegeben werden, mit dem Ziel, dass jede Person wieder im Vollbesitz ihrer Kräfte und in ihrer Stärke ist. Belastungen, die von anderen Familienmitgliedern übernommen wurden, werden transformiert und die Ursache dafür geklärt.

In der Familienaufstellung nach Ruland wird dafür jedes Familienmitglied auf einen Zettel geschrieben und von der aufstellenden Person im Raum intuitiv verdeckt ausgelegt, das heißt, es ist erst einmal nicht sichtbar, wer wo steht. Das schaltet den Verstand aus und damit die Sichtweise der aufstellenden Person. Erst dann werden die Zettel umgedreht.

 

Ablauf bei der Familienaufstellung:

 

  • Die Person, die ihre Familie aufstellen möchte, wählt aus den anwesenden Stellvertretern jeweils eine Person für sich selbst, eine für den Vater, die Mutter und für die jeweiligen Geschwister aus.
  • Diese stellen sich dann auf die zugehörigen Zettel und nehmen dadurch den Platz dieses Familienmitglieds ein.
  • Die Stellvertreter fühlen sich in die jeweilige Person ein, nehmen deren Haltung ein.
  • Die aufstellende Person erhält dadurch eine neue Perspektive auf ihr Familiensystem, manches stellt sich jetzt anders dar, als sie ursprünglich geglaubt hat.
  • Der Aufstellungsleiter befragt die Stellvertreter, wie es Ihnen auf ihrem Platz geht, wie sich fühlen, was sie bewegt und was sie gerne tun würden.
  • Übernommene Kräfte werden an die jeweiligen Personen zurück gegeben, Belastungen werden transformiert.
  • Die Stellvertreter geben wieder, was sich verändert hat.
  • Der Aufstellungsleiter nimmt wahr, wo die Ursachen für Störungen im Familiensystem liegen und beginnt diese zu lösen.
  • Dafür nimmt die Aufstellende Person selbst ihren Platz in der Aufstellung ein.
  • Durch die Lösung verändert sich die Befindlichkeit der Stellvertreter und damit der Familienmitglieder, auch die Positionen der Personen verändern sich.
  • Am Ende wirkt sich die Lösung befreiend und stärkend auf die aufstellende Person und auch auf das Familiensystem aus.

 

Eine Familienaufstellung ist daher eine wunderbare Möglichkeit, emotionale Belastungen, Abhängigkeiten, Gewaltpotential und Konfliktpotential in Familiensystemen zu transformieren. Die aufstellende Person erlebt sich nicht mehr gefangen in fremden Mustern, die sie aus dem System übernommen hat, sondern kann ihren eigenen Platz in Stärke und Würde einnehmen und dadurch auch ihren Platz im Leben finden. Die Sichtweise auf sich selbst, auf die Familie und auch auf das Leben an sich, wird sich durch eine Familienaufstellung positiv verändern.

 

 

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Mögliche Nachwirkungen bei der Familienaufstellung

Mögliche Nachwirkungen bei der Familienaufstellung sind erwünscht, sie sind in jedem Fall positiver Natur und ein Zeichen von Veränderung!

Menschen, die sich für eine Familienaufstellung entscheiden, tun dies, weil Sie familiäre Schwierigkeiten oder Beziehungsschwierigkeiten haben, mit ihrem Leben nicht zurecht kommen, oder an diversen psychosomatischen Beeinträchtigungen leiden. Diese können in einer Aufstellung erstmal noch stärker in den Vordergrund treten, weil man sie ja auch anschaut, um sie verändern zu können.  

Bei einer Familienaufstellung werden unbewusste Konflikte, die Familiengeschichte, die prägenden Beziehungsmuster und störende Einflüsse sichtbar. Das kann Emotionen auslösen, die normalerweise eher unterdrückt werden. Unterdrückte Gefühle sind in einer Aufstellung willkommen, das befreit und erleichtert die jeweilige Person. Es ist enorm wichtig, dass Gefühle wahrgenommen und angenommen werden, da diese sonst zu Depressionen, Wutausbrüchen oder anderen emotionalen Verhaltensweisen führen können. Da die Familienaufstellung eine lösungsorientierte Arbeit ist, ist am Ende einer Aufstellung auch gefühlsmäßig wieder alles in Ordnung. Eine Familienaufstellung ist bewegend, erfrischend und belebend, denn man kann sich aus diversen Mustern und Verstrickungen befreien.

Allerdings kann es sein, dass sich die Person daraufhin verändert, was im Umfeld nicht immer Zustimmung findet. Jemand der sich als Opfer bisher ausnutzen ließ und dafür nicht mehr zur Verfügung steht, wird kaum Applaus ernten sondern eher anecken. Das kann Verunsicherung hervorrufen,  ist eigentlich aber eine ganz natürliche Reaktion auf ein verändertes Verhalten. 

Mögliche Nachwirkungen können darüberhinaus folgende sein:

  • ein neues Ich-Gefühl
  • neue Einsichten und Erkenntnisse 
  • mehr Stärke
  • verminderte Anpassungsfähigkeit
  • falsche Freunde verabschieden sich
  • ungesunde Beziehungen trennen sich
  • man kann plötzlich “Nein” sagen
  • man kann endlich “ja” sagen
  • Gefühle kommen an die Oberfläche
  • sich selbst wieder spüren können
  • es finden Aussprachen statt, die bisher vermieden wurden
  • man weiß, wer man wirklich ist
  • man verändert sich
  • mehr Selbstbewusstsein
  • mehr Kraft und Energie
  • man kann seinen eigenen Weg gehen

Eine Familienaufstellung ist eine wunderbare Möglichkeit, sich aus übernommenen Mustern und Verhaltensweisen zu befreien. Jede Veränderung wird natürlicherweise Wirkung zeigen. Diverse Behauptungen, dass die Methode Familienstellen negative Auswirkungen haben kann, kann ich nicht bestätigen. Das liegt wohl eher an der Einstellung und Sichtweise des jeweiligen Therapeuten. Es gibt eben solche und solche, wie überall.

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Was ist eine Familienaufstellung

Hier möchte ich die Frage: “was ist eine Familienaufstellung?” für diejenigen beantworten, die diese Behandlungsweise noch nicht kennen.

Die Familienaufstellung allgemein ist eine Methode aus der systemischen Psychotherapie. Diese begründet sich auf das in den 70er Jahren von Virginia Satir entwickelte Verfahren der Familienskulptur. Sie entdeckte, dass sich Familiensysteme durch fremde Personen, sogenannte Statisten, skulpturhaft darstellen lassen. Diese übernehmen, ohne dass sie etwas über die Familienmitglieder wissen, Haltung, Verhaltensweisen und Gefühle. Wie Schauspieler schlüpfen die Anwesenden in die Rolle der Familienmitglieder, was spannend und wissenschaftlich nicht zu erklären ist.

Ziel einer Familienaufstellung ist es, Beziehungen zwischen Familienmitgliedern sichtbar zu machen. Die Familie wird als Gruppe durch Statisten bildhaft dargestellt. Dadurch werden unbewusste Konflikte, die prägenden Beziehungsmuster und störende Einflüsse sichtbar.

Die Familienaufstellung stellt eine lösungsorientierte Arbeit dar, in der die Aufstellende Person eine neue Perspektive gewinnt und das Familiensystem quasi aus der Vogelperspektive und wie ein Außenstehender betrachten kann. In der Aufstellung können die Ursachen für seelische, psychische und körperliche Störungen erkannt und verändert werden. Jeder Mensch ist in ein System und in ein Netz von Beziehungen eingebunden, ob er das wahrhaben will oder nicht. Gewisse Ordnungen und Bindungen sind wichtig. Familienstellen ist eine Möglichkeit, Konflikte innerhalb dieser Systeme zu lösen und von Belastungen zu befreien. Wenn das Familiensystem heilt, dann müssen die Kinder die Belastungen daraus nicht mehr weiter tragen. Ist die Familienseele gesund, kann die Seele des Einzelnen heilen.

Eine Familienaufstellung ist auch deshalb empfehlenswert, da sie einen Meilenstein in der persönlichen Entwicklung darstellen kann.Die Familie ist die Verbindung zu unseren Wurzeln. Viele Grundmuster der Persönlichkeit werden durch die Familie geprägt. Das Betrachten der Familienkonstellation ist eine wichtige Selbsterfahrung, denn man erkennt den Platz, den man in diesem System einnimmt. Daraus wird ersichtlich, welchen Platz man auch im Leben einnimmt. Spannungen und Konflikte können über die Stellvertreter gelöst werden. Die Rolle, die man selbst übernommen hast, kann sich dadurch verändern. Das eröffnet neue Möglichkeiten das eigene Leben zu gestalten und Träume zu leben.Die Familienaufstellung ist eine wunderbare Methode, um die eigene Sichtweise und damit das Leben zu verändern.

Familienaufstellung ist eine Selbsterfahrung, erfrischend und belebend!

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Familienaufstellung: so können die Kinder davon profitieren

Durch eine Familienaufstellung können Kinder enorm profitieren, da die Eltern die Ursachen für die Probleme der Kinder erkennen und lösen können.Eine Familienaufstellung stärkt das Selbstvertrauen der Kinder, steigert die Konzentrationsfähigkeit und verbessert das Eltern-Kind-Verhältnis. 

Die meisten Kinder sind in ihrer Herkunftsfamilie glücklich und können durch den Halt, der liebevollen Fürsorge und der emotionalen Wärme, die sie dort erfahren, ein gutes Selbstvertrauen entwickeln und Kraft schöpfen für das eigene Leben. Allerdings sind 20 – 30% der Kinder insgesamt verhaltensauffällig oder haben mit diversen Schwierigkeiten, wie schlechten Schulleistungen, Ängsten, oder Anpassungs-schwierigkeiten zu kämpfen, um nur einige zu nennen.

 

Viele Eltern fühlen sich dabei hilflos und wissen nicht, wie sie damit umgehen sollen.

 

Kinder leiden unter belastenden Familienverhältnissen wie:

  • Ehekonflikten
  • Konflikte in der Verwandtschaft
  • Ungelösten Konflikten
  • Einem erkrankten Elternteil
  • Suchtproblematiken
  • Zuwenig Struktur und Ordnung
  • Übertriebene Fürsorge und Kontrolle
  • Einem Mangel an Zuwendung und Aufmerksamkeit
  • Mangelnde Kommunikation
  • Zu hohen Erwartungen
  • Mangelnde Liebe und Fürsorge
  • Und viele mehr…

 

Darüber hinaus gibt es Problematiken, die auf den ersten Blick gar nicht so ersichtlich sind. Kinder übernehmen zum Beispiel die Vermittlerrolle, sie tragen Konflikte der Eltern aus, sie übernehmen emotionale Belastungen für die Eltern, sie unterdrücken ihre Individualität um geliebt zu werden, sie trauern um ein Familienmitglied, sie leiden unter Benachteiligung, fühlen sich unerwünscht oder machen sich für Krisen verantwortlich.

In einer Familienaufstellung können die Ursachen für Verhaltensauffälligkeiten oder Schwierigkeiten erkannt und verändert werden. Eltern bekommen durch eine Aufstellung eine neue Perspektive und können die Position des Kindes im Familiensystem klar erkennen. In einer Familienaufstellung gibt es die Möglichkeit, Kinder von Belastungen zu befreien, die sie unbewusst aus dem familiären System übernommen haben. Konflikte werden erkannt und können dadurch gelöst werden. In dieser Form der Aufstellung werden auch Belastungen mit einbezogen, die generationsübergreifend auf die Familie einwirken. Die Kinder selbst müssen dabei nicht anwesend sein, profitieren davon aber ungemein. Manches Problem verschwindet schon nach einer Aufstellung völlig.

Durch die übergeordnete Perspektive werden für Eltern einfache Lösungen sichtbar, die nicht nur die Kinder, sondern das gesamte Familiensystem entlasten. Zudem werden die Ursachen von Konflikten zwischen den Elternteilen erkannt und können dadurch geklärt und gelöst werden.

Glückliche Eltern, glückliche Kinder!

 

 

 

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