Risiken und Nebenwirkungen einer Familienaufstellung

Risiken und Nebenwirklungen einer Familienaufstellung

 

Da immer wieder Menschen zu mir kommen und mir haarsträubende Geschichten von Familienaufstellungen erzählen, möchte ich dazu gerne Stellung nehmen. Die Familienaufstellung als Methode ist so wertvoll und heilsam, dass es mir ein Anliegen ist aufzuklären und mich auch von diversen Aufstellungsmethoden zu distanzieren. Seit über 10 Jahren bilde ich das Konzept Familienaufstellung nach Ruland aus, und habe mit Aufstellungen durchweg positive Erfahrungen gemacht. Ich möchte aber auch auf Risiken und Nebenwirkungen hinweisen, so dass sich jeder vorab informieren kann, ob diese Methode für ihn geeignet ist oder nicht.

 

Methode und Theorie

Die Theorie und die Methode der Familienaufstellung gehen ursprünglich zurück auf den Mehrgenerationenansatz der Familientherapie. Dieser Ansatz geht davon aus, dass Konflikte und Beziehungsmuster aus früheren Generationen sich fortsetzen und damit das Familiensystem in der Gegenwart beeinflussen. Werden diese Generationen miteinbezogen, können Konflikte und Entwicklungsblockaden verstanden und gelöst werden. Virginia Satir entdeckte als eine der ersten, dass sich das Familiensystem durch sog. Stellvertreter darstellen lässt. Dadurch werden die Beziehungsdynamiken im Familiensystem sichtbar und auch die Rolle, die jeder darin einnimmt. Das ist wunderbar, denn so kann man die Muster, die im eigenen System wirken, also auch in einem selbst, erkennen und verändern. Mehr Infos 

 

Achtsamkeit und Respekt – ein absolutes Must Have

Grundsätzlich bedarf es eines Aufstellungsleiters, der dem Klienten mit Achtsamkeit und Respekt begegnet, auch was die Sichtweise des Klienten auf die jeweilige Situation betrifft. Ein Klient hat ein Recht auf Autonomie und darf nicht vom Aufstellungsleiter zu demütigen Handlungen aufgefordert werden, wie es in manchen Aufstellungsmethoden der Fall ist. So etwas lehne ich persönlich grundlegend ab. Auch Beschuldigungen des Klienten, er wäre selbst Schuld an seiner Erkrankung, oder an familiären Situationen stellen definitiv eine Verletzung der persönlichen Grenzen des Klienten dar. In einer Familienaufstellung geht es auch nicht darum, Familiengeheimnisse auszubreiten und zu bewerten. Immer wieder berichten Menschen in meiner Praxis auch von Aufstellungsmethoden- und Erlebnissen, die Wunden hinterlassen haben. Wenn man sich vorstellt, dass bei so einer unprofessionell durchgeführten Aufstellung ein angeblich erlittener Missbrauch des Klienten festgestellt wurde, der sich dann als ein Missbrauch herausstellt, der in den Vorgenerationen passiert ist, aber von der Aufstellungsleitung falsch interpretiert wurde, ist das fatal, denn dann gehen die Menschen mit mehr Ballast nach Hause, als sie gekommen sind.

 

Familienaufstellung nach Ruland

In einer Familienaufstellung nach Ruland ist das alles nicht der Fall. Achtsamkeit und Respekt dem Klienten gegenüber und seinem Anliegen, stehen an allererster Stelle. In meiner Ausbildung für Familienaufstellung bilde ich die Aufstellungsleiter dahingehen auch aus. Ich lege großen Wert darauf, dass in der Aufstellung die Informationen, die das morphogenetische Feld und die Stellvertreter zur Verfügung stellen, richtig gelesen und interpretiert werden. Dafür habe ich ein eigenes System entwickelt, um Klienten vor unrichtigen und unsachgemäßen Aussagen zu schützen. Das Ziel einer Aufstellung ist zudem NICHT, was der Aufstellungsleiter für den Klienten als richtig erachtet, sondern:

 

Das Ziel einer Familienaufstellung ist, Menschen in ihre Kraft und Autonomie zu bringen und Sie dabei zu unterstützen, dass Sie den für sie richtigen Weg selbst herausfinden.

 

Familienaufstellung

 

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Einschränkungen

Es gibt Menschen, denen ich die Familienaufstellung nur eingeschränkt empfehlen kann. Das sind all diejenigen, die Psychopharmaka, Drogen oder andere Mittel nehmen, die Suchtcharakter haben.

 

Risiken und Nebenwirkungen

Für Menschen, die bereits in psychotherapeutischer Behandlung sind, ist die Familienaufstellung nur unter Absprache und mit dem Einverständnis des behandelnden Arztes zu empfehlen. Da in der Familienaufstellung emotional auch etwas zu bewältigen ist, sollten auch äußerst labile und emotional instabile Menschen das am besten in Absprache mit einem Psychologen oder Psychotherapeuten durchführen.

In meiner Praxis führe ich mit diesem Personenkreis eine Aufstellung nur in Absprache mit dem behandelnden Arzt durch.

Grundsätzlich kommen in einer Familienaufstellung natürlich Muster, Beziehungsstrukturen und das vorherrschende Familiensystem ans Licht, aber das sind alles Dinge, die den Klienten bereits belasten, nur bis dahin eben unsichtbar. Es braucht an der Stelle die Bereitschaft des Klienten, dieser Realität zu begegnen. Wer lieber verdrängt und alles so lassen möchte wie es ist, für den ist eine Aufstellung wohl eher nicht sinnvoll.

 

Chancen

Eine Familienaufstellung stellt eine große Chance dar für die eigene persönliche Entwicklung. Man kann einen Blick hinter die Kulissen werfen,  Muster und Rollenspiele beenden, Verständnis und Mitgefühl für andere Familienmitglieder entwickeln und sich selbst in einem neuen Licht betrachten. Wer sich selbst besser kennen lernen möchte, wer die eigenen Lebensmotive entdecken möchte, wer übernommene Muster und Verhaltensstrukturen verändern möchte, wer Belastungen im Familiensystem transformieren will, wer Heilung sucht, wer eine Sehnsucht nach Harmonie in sich trägt, für den ist eine Familienaufstellung eine wunderbare Methode.

 

 

 

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Probleme in der Familie lösen

 

 

 

 

 

 

 

Wie kann ich Probleme in der Familie lösen?

In einer Familie ist nicht immer alles eitel Sonnenschein, sondern es tauchen auch diverse Probleme, Konflikte und Spannungen auf, was die Frage aufwirft, wie Probleme in der Familie zu lösen sind. Es gibt viele Themen, die zu Streitigkeiten führen können. Obwohl fast alle Menschen ein Bedürfnis nach Harmonie haben, ist es doch mitunter schwer, den Alltag friedlich zu gestalten. Die meisten Meinungsverschiedenheiten können ausdiskutiert werden und sind damit erledigt, aber es gibt auch Schwierigkeiten, die nicht so ohne weiteres aus der Welt zu schaffen sind. Das könnten unter Umständen folgende sein:

  • Eheprobleme der Eltern
  • Unterschiedliche Ansichten in Erziehungsfragen
  • Einmischung in familiäre Angelegenheiten von Außen durch Großeltern oder andere Personen
  • Konflikte zwischen Eltern und Kindern
  • Konflikte zwischen Geschwistern
  • Verhaltensauffälligkeiten von Kindern
  • Schulische Schwierigkeiten eines Kindes
  • Lang anhaltende Erkrankungen oder gesundheitliche Einschränkungen eines Elternteils oder eines Kindes
  • Kommunikationsschwierigkeiten
  • Soziale Probleme wie Geldsorgen, Arbeitslosigkeit, Erkrankungen, Suchtthematiken und andere

Eheprobleme der Eltern

Wenn die Eltern als Paar in Schwierigkeiten stecken, wirkt sich das auf die ganze Familie aus. Kinder lieben ihre Eltern und wünschen sich von beiden Liebe, Anerkennung und Unterstützung. Kinder sind sehr empathisch und leiden bei Eheproblemen der Eltern nicht nur mit, sondern versuchen auch zu vermitteln. Im schlechtesten Fall werden Kinder einseitig beeinflusst und mit in den Konflikt hinein gezogen. Als Lösung eignet sich für die Eltern eine Paartherapie, eine Paarberatung oder eine Paaraufstellung, um die Konflikte innerhalb ihrer Beziehung zu lösen. Das entspannt alle Beteiligten und stellt die Harmonie wieder her.

 

Unterschiedliche Ansichten in Erziehungsfragen

Es gibt tausend Meinungen und unterschiedliche Vorstellungen, was die „richtige“ Erziehung von Kindern angeht. Grundsätzlich sollten die Eltern sich auf einen gemeinsamen Kurs in Erziehungsfragen einigen, der dann auch so eingehalten wird, denn sonst wissen die Kinder nicht woran sie sich zu halten haben und versuchen vielleicht sogar, die Eltern gegeneinander auszuspielen. Diskussionen über Erziehungsfragen im Beisein der Kinder sind kontraproduktiv und schwächen die Position der Eltern. Eine einheitliche Haltung der Eltern dagegen gibt Kindern Schutz, Halt, Führung und Anleitung.

 

Einmischung in familiäre Angelegenheiten von Außen

Erziehungstipps oder Ratschläge von Großeltern, Onkeln und Tanten oder anderen Familienmitgliedern sind zwar nett, können aber über Kreuz liegen mit den eigenen Vorstellungen. Erziehungsberechtigt sind letztlich die Eltern und damit auch verantwortlich. Deshalb stellt sich bei jeglicher Einmischung immer die Frage, wer ist denn in der Sache verantwortlich und wer nicht? Derjenige der die Verantwortung trägt sollte auch entscheiden, was richtig ist und was nicht. Es lohnt sich meist, besser auf das eigene Gefühl zu hören, als auf gut gemeinte Ratschläge.

 

Konflikte zwischen Eltern und Kindern

Streit, Schwierigkeiten und Spannungen zwischen Eltern und Kindern sind verhältnismäßig normal, dient doch ein Konflikt auch dazu,Grenzen zu setzen und Grenzen zu akzeptieren. Je nachdem in welcher Entwicklungsphase die Kinder sind, gibt es mehr oder weniger Stress. Gewisse Grenzen der Eltern müssen von Kindern akzeptiert werden, auf der anderen Seite ist es auch wichtig, dass Eltern sich in ihre Kinder hineinversetzen, um zu spüren, was sie brauchen und wie es ihnen geht. Jedes Lob wirkt sich stärkend auf Kinder aus und jede Kritik wie ein Niederschlag, daher kann mit Anerkennung meist das gewünschte Ergebnis erreicht werden. Letztlich ist die Liebe die stärkste verbindende Kraft zwischen Eltern und Kinder, dieses Band gilt es zu halten, in jedem Fall.

 

Konflikte zwischen Geschwistern

Streit zwischen Geschwistern entsteht oft durch eine Ungleichbehandlung durch die Eltern, oder durch Rangkämpfe um die beste Position. Die Größeren müssen meist mehr Verantwortung tragen als die Kleineren, was sie den Geschwistern dann übel nehmen. Die Kleineren hingegen fühlen sich oft in der schwächeren Position und haben einen geringeren Selbstwert, weil die anderen Kinder in ihrer Entwicklung eben schon weiter sind. Ausgenommen sie sind das ersehnte Nesthäkchen. Eltern tun gut daran, Liebe und Anerkennung gleichermassen zu verteilen, so kann jedes Kind seinen besonderen Platz einnehmen kann.

 

Verhaltensauffälligkeiten von Kindern

Als erste Maßnahme wäre sicher abzuklären, ob die Verhaltensauffälligkeit gesundheitliche Gründe hat. Sind Kinder in der Schule oder zuhause verhaltensauffällig, ist es auch angebracht das familiäre und schulische Umfeld genauer zu betrachten. Kinder sind heutzutage schon früh einem großen Leistungsdruck ausgesetzt und manchmal ist auch die Freizeit stressig, weil noch Geige, Fußball oder was anderes gespielt werden muss, wo es aber auch um das Erreichen bestimmter Ziele oder um gewinnen geht. Zudem tragen Kinder unbewusst emotionale Belastungen aus dem Familiensystem, was zu einem Ungleichgewicht führen kann. Eine Familienaufstellung kann genauere Auskunft darüber geben, was das Kind braucht, um wieder in die Balance zu kommen.

 

Schulische Schwierigkeiten eines Kindes

Nicht nur der Leistungsdruck macht Kindern zu schaffen, sondern auch das soziale Klima an der Schule kann für ein Kind der wahre Albtraum sein. Immer wieder werden Kinder von ihren Mitschülern gemobbt oder ausgegrenzt, was für Sensible eine sehr belastende Situation ist. Auch hier kann eine Familienaufstellung hilfreich sein, in der das Kind über die Aufstellung gestärkt werden kann. Die Eltern bekommen Klarheit darüber, was das Kind braucht um mehr Selbstvertrauen zu bekommen.

 

 

Lang anhaltende Erkrankungen oder gesundheitliche Einschränkungen eines Elternteils oder eines Kindes

Längerfristige Erkrankungen eines Elternteils sind für die ganze Familie eine Belastung und wirkt sich verstärkt auch auf die Kinder aus. Meistens leiden alle mit, was die Situation aber nicht besser macht. Eine Haltung der Akzeptanz auch gegenüber einer Erkrankung kann den Umgang mit einer erkrankten Person erleichtern. Wird der Focus in der Betrachtung auf die Stärke der erkrankten Person gelegt, wirkt sich das stärkend aus. Die Erkrankung eines Kindes ist ebenso belastend und führt zu einer Fokussierung auf das erkrankte Kind. Die Geschwisterkinder bekommen dadurch weniger Aufmerksamkeit und werden nicht nur mitleiden, sondern sich auch benachteiligt fühlen. Daher ist es wichtig, die Erkrankung nicht in den Mittelpunkt zu stellen, sondern so gelassen und zuversichtlich wie möglich damit umzugehen und auch den anderen Kindern die nötige Beachtung zu schenken. 

 

Kommunikationsschwierigkeiten

In vielen Familien wird zwar gesprochen über dies und jenes, aber über die wichtigen Dinge wird gerne geschwiegen. Auch über Gefühle wird meist nicht so gern gesprochen, aus Angst sich verletzlich zu zeigen. Statt dessen gibt es Schuldzuweisungen, verbale Angriffe verschiedenster Art, herabsetzende Worte, Besserwisserei oder Kritik, worauf der andere dann wütend, beleidigt oder mit Rückzug reagiert. Miteinander reden bringt Segen und manchmal braucht es nur etwas Mut, um über die eigenen Empfindung sprechen zu können. Erst dann können die Anderen auch verstehen wie einem zumute ist. Durch Kommunikationstraining kann kommunizieren erlernt werden, so dass Meinungsverschiedenheiten besser geklärt werden können. Bei unüberwindbaren Schwierigkeiten kann ein Mediator oder Vermittler von außen hinzugezogen werden. Auch eine Familienaufstellung kann helfen, ein besseres Verständnis für sich selbst und andere zu gewinnen, was dann auch kommuniziert werden kann.

 

Soziale Probleme wie Geldsorgen, Arbeitslosigkeit, Erkrankungen, Suchtproblematiken etc.

Auch soziale Probleme belasten das Familiensystem und üben einen gewissen Druck auf den Einzelnen aus. Wenn Eltern ihren Kindern aufgrund von Geldsorgen den normalen Standard nicht bieten können, werden diese darunter leiden und sich ausgegrenzt fühlen. Da heutzutage viele Mütter allein erziehend sind, kommt das durchaus häufiger vor, als angenommen. Auch für die Eltern ist es belastend, wenn  sie ihren Kindern nicht das bieten können, was üblich ist. Wenn dann noch andere soziale Missstände vorliegen oder Sucht- und andere Erkrankungen eines Elternteils, entsteht häufig ein Teufelskreis von Konflikten. Auch in diesen Fällen kann eine Beratung, eine Therapie, eine Aufstellung oder anderweitige Hilfe von Außen unterstützend sein.

Probleme in der Familie lösen kann man dann, wenn man bereit ist bestimmte Muster, Einstellungen, Vorstellungen, Meinungen und Standpunkte zu überprüfen und zu verändern. Das versetzt einen in die Lage, auch mit schwerwiegenden Problematiken besser umzugehen, oder sie lösen sich in Wohlgefallen auf.

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Ablauf einer Familienaufstellung

Wer sich für eine Familienaufstellung interessiert, kann sich hier vorab den Ablauf einer Familienaufstellung ansehen.

In einer Familienaufstellung wird die Familie als Gruppe durch sog. Stellvertreter bildhaft dargestellt. Diese können die Haltung, die Gefühle und die Art der Personen, die sie darstellen wahrnehmen und sichtbar machen. Ich habe im Laufe vieler Jahre eine eigene Form der Aufstellung entwickelt, die sich von anderen Aufstellungsformen dadurch unterscheidet, dass Kräfte und Gefühle, die eine Person einer anderen zur Verfügung gestellt hat, durch den Aufstellungsleiter zurückgegeben werden, mit dem Ziel, dass jede Person wieder im Vollbesitz ihrer Kräfte und in ihrer Stärke ist. Belastungen, die von anderen Familienmitgliedern übernommen wurden, werden transformiert und die Ursache dafür geklärt.

In der Familienaufstellung nach Ruland wird dafür jedes Familienmitglied auf einen Zettel geschrieben und von der aufstellenden Person im Raum intuitiv verdeckt ausgelegt, das heißt, es ist erst einmal nicht sichtbar, wer wo steht. Das schaltet den Verstand aus und damit die Sichtweise der aufstellenden Person. Erst dann werden die Zettel umgedreht.

 

Ablauf bei der Familienaufstellung:

 

  • Die Person, die ihre Familie aufstellen möchte, wählt aus den anwesenden Stellvertretern jeweils eine Person für sich selbst, eine für den Vater, die Mutter und für die jeweiligen Geschwister aus.
  • Diese stellen sich dann auf die zugehörigen Zettel und nehmen dadurch den Platz dieses Familienmitglieds ein.
  • Die Stellvertreter fühlen sich in die jeweilige Person ein, nehmen deren Haltung ein.
  • Die aufstellende Person erhält dadurch eine neue Perspektive auf ihr Familiensystem, manches stellt sich jetzt anders dar, als sie ursprünglich geglaubt hat.
  • Der Aufstellungsleiter befragt die Stellvertreter, wie es Ihnen auf ihrem Platz geht, wie sich fühlen, was sie bewegt und was sie gerne tun würden.
  • Übernommene Kräfte werden an die jeweiligen Personen zurück gegeben, Belastungen werden transformiert.
  • Die Stellvertreter geben wieder, was sich verändert hat.
  • Der Aufstellungsleiter nimmt wahr, wo die Ursachen für Störungen im Familiensystem liegen und beginnt diese zu lösen.
  • Dafür nimmt die Aufstellende Person selbst ihren Platz in der Aufstellung ein.
  • Durch die Lösung verändert sich die Befindlichkeit der Stellvertreter und damit der Familienmitglieder, auch die Positionen der Personen verändern sich.
  • Am Ende wirkt sich die Lösung befreiend und stärkend auf die aufstellende Person und auch auf das Familiensystem aus.

 

Eine Familienaufstellung ist daher eine wunderbare Möglichkeit, emotionale Belastungen, Abhängigkeiten, Gewaltpotential und Konfliktpotential in Familiensystemen zu transformieren. Die aufstellende Person erlebt sich nicht mehr gefangen in fremden Mustern, die sie aus dem System übernommen hat, sondern kann ihren eigenen Platz in Stärke und Würde einnehmen und dadurch auch ihren Platz im Leben finden. Die Sichtweise auf sich selbst, auf die Familie und auch auf das Leben an sich, wird sich durch eine Familienaufstellung positiv verändern.

 

 

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Mögliche Nachwirkungen bei der Familienaufstellung

Mögliche Nachwirkungen bei der Familienaufstellung sind erwünscht, sie sind in jedem Fall positiver Natur und ein Zeichen von Veränderung!

Menschen, die sich für eine Familienaufstellung entscheiden, tun dies, weil Sie familiäre Schwierigkeiten oder Beziehungsschwierigkeiten haben, mit ihrem Leben nicht zurecht kommen, oder an diversen psychosomatischen Beeinträchtigungen leiden. Diese können in einer Aufstellung erstmal noch stärker in den Vordergrund treten, weil man sie ja auch anschaut, um sie verändern zu können.  

Bei einer Familienaufstellung werden unbewusste Konflikte, die Familiengeschichte, die prägenden Beziehungsmuster und störende Einflüsse sichtbar. Das kann Emotionen auslösen, die normalerweise eher unterdrückt werden. Unterdrückte Gefühle sind in einer Aufstellung willkommen, das befreit und erleichtert die jeweilige Person. Es ist enorm wichtig, dass Gefühle wahrgenommen und angenommen werden, da diese sonst zu Depressionen, Wutausbrüchen oder anderen emotionalen Verhaltensweisen führen können. Da die Familienaufstellung eine lösungsorientierte Arbeit ist, ist am Ende einer Aufstellung auch gefühlsmäßig wieder alles in Ordnung. Eine Familienaufstellung ist bewegend, erfrischend und belebend, denn man kann sich aus diversen Mustern und Verstrickungen befreien.

Allerdings kann es sein, dass sich die Person daraufhin verändert, was im Umfeld nicht immer Zustimmung findet. Jemand der sich als Opfer bisher ausnutzen ließ und dafür nicht mehr zur Verfügung steht, wird kaum Applaus ernten sondern eher anecken. Das kann Verunsicherung hervorrufen,  ist eigentlich aber eine ganz natürliche Reaktion auf ein verändertes Verhalten. 

Mögliche Nachwirkungen können darüberhinaus folgende sein:

  • ein neues Ich-Gefühl
  • neue Einsichten und Erkenntnisse 
  • mehr Stärke
  • verminderte Anpassungsfähigkeit
  • falsche Freunde verabschieden sich
  • ungesunde Beziehungen trennen sich
  • man kann plötzlich „Nein“ sagen
  • man kann endlich „ja“ sagen
  • Gefühle kommen an die Oberfläche
  • sich selbst wieder spüren können
  • es finden Aussprachen statt, die bisher vermieden wurden
  • man weiß, wer man wirklich ist
  • man verändert sich
  • mehr Selbstbewusstsein
  • mehr Kraft und Energie
  • man kann seinen eigenen Weg gehen

Eine Familienaufstellung ist eine wunderbare Möglichkeit, sich aus übernommenen Mustern und Verhaltensweisen zu befreien. Jede Veränderung wird natürlicherweise Wirkung zeigen. Diverse Behauptungen, dass die Methode Familienstellen negative Auswirkungen haben kann, kann ich nicht bestätigen. Das liegt wohl eher an der Einstellung und Sichtweise des jeweiligen Therapeuten. Es gibt eben solche und solche, wie überall.

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Was ist eine Familienaufstellung

Hier möchte ich die Frage: „was ist eine Familienaufstellung?“ für diejenigen beantworten, die diese Behandlungsweise noch nicht kennen.

Die Familienaufstellung allgemein ist eine Methode aus der systemischen Psychotherapie. Diese begründet sich auf das in den 70er Jahren von Virginia Satir entwickelte Verfahren der Familienskulptur. Sie entdeckte, dass sich Familiensysteme durch fremde Personen, sogenannte Statisten, skulpturhaft darstellen lassen. Diese übernehmen, ohne dass sie etwas über die Familienmitglieder wissen, Haltung, Verhaltensweisen und Gefühle. Wie Schauspieler schlüpfen die Anwesenden in die Rolle der Familienmitglieder, was spannend und wissenschaftlich nicht zu erklären ist.

Ziel einer Familienaufstellung ist es, Beziehungen zwischen Familienmitgliedern sichtbar zu machen. Die Familie wird als Gruppe durch Statisten bildhaft dargestellt. Dadurch werden unbewusste Konflikte, die prägenden Beziehungsmuster und störende Einflüsse sichtbar.

Die Familienaufstellung stellt eine lösungsorientierte Arbeit dar, in der die Aufstellende Person eine neue Perspektive gewinnt und das Familiensystem quasi aus der Vogelperspektive und wie ein Außenstehender betrachten kann. In der Aufstellung können die Ursachen für seelische, psychische und körperliche Störungen erkannt und verändert werden. Jeder Mensch ist in ein System und in ein Netz von Beziehungen eingebunden, ob er das wahrhaben will oder nicht. Gewisse Ordnungen und Bindungen sind wichtig. Familienstellen ist eine Möglichkeit, Konflikte innerhalb dieser Systeme zu lösen und von Belastungen zu befreien. Wenn das Familiensystem heilt, dann müssen die Kinder die Belastungen daraus nicht mehr weiter tragen. Ist die Familienseele gesund, kann die Seele des Einzelnen heilen.

Eine Familienaufstellung ist auch deshalb empfehlenswert, da sie einen Meilenstein in der persönlichen Entwicklung darstellen kann.Die Familie ist die Verbindung zu unseren Wurzeln. Viele Grundmuster der Persönlichkeit werden durch die Familie geprägt. Das Betrachten der Familienkonstellation ist eine wichtige Selbsterfahrung, denn man erkennt den Platz, den man in diesem System einnimmt. Daraus wird ersichtlich, welchen Platz man auch im Leben einnimmt. Spannungen und Konflikte können über die Stellvertreter gelöst werden. Die Rolle, die man selbst übernommen hast, kann sich dadurch verändern. Das eröffnet neue Möglichkeiten das eigene Leben zu gestalten und Träume zu leben.Die Familienaufstellung ist eine wunderbare Methode, um die eigene Sichtweise und damit das Leben zu verändern.

Familienaufstellung ist eine Selbsterfahrung, erfrischend und belebend!

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Familienaufstellung: so können die Kinder davon profitieren

Durch eine Familienaufstellung können Kinder enorm profitieren, da die Eltern die Ursachen für die Probleme der Kinder erkennen und lösen können.Eine Familienaufstellung stärkt das Selbstvertrauen der Kinder, steigert die Konzentrationsfähigkeit und verbessert das Eltern-Kind-Verhältnis. 

Die meisten Kinder sind in ihrer Herkunftsfamilie glücklich und können durch den Halt, der liebevollen Fürsorge und der emotionalen Wärme, die sie dort erfahren, ein gutes Selbstvertrauen entwickeln und Kraft schöpfen für das eigene Leben. Allerdings sind 20 – 30% der Kinder insgesamt verhaltensauffällig oder haben mit diversen Schwierigkeiten, wie schlechten Schulleistungen, Ängsten, oder Anpassungs-schwierigkeiten zu kämpfen, um nur einige zu nennen.

 

Viele Eltern fühlen sich dabei hilflos und wissen nicht, wie sie damit umgehen sollen.

 

Kinder leiden unter belastenden Familienverhältnissen wie:

  • Ehekonflikten
  • Konflikte in der Verwandtschaft
  • Ungelösten Konflikten
  • Einem erkrankten Elternteil
  • Suchtproblematiken
  • Zuwenig Struktur und Ordnung
  • Übertriebene Fürsorge und Kontrolle
  • Einem Mangel an Zuwendung und Aufmerksamkeit
  • Mangelnde Kommunikation
  • Zu hohen Erwartungen
  • Mangelnde Liebe und Fürsorge
  • Und viele mehr…

 

Darüber hinaus gibt es Problematiken, die auf den ersten Blick gar nicht so ersichtlich sind. Kinder übernehmen zum Beispiel die Vermittlerrolle, sie tragen Konflikte der Eltern aus, sie übernehmen emotionale Belastungen für die Eltern, sie unterdrücken ihre Individualität um geliebt zu werden, sie trauern um ein Familienmitglied, sie leiden unter Benachteiligung, fühlen sich unerwünscht oder machen sich für Krisen verantwortlich.

In einer Familienaufstellung können die Ursachen für Verhaltensauffälligkeiten oder Schwierigkeiten erkannt und verändert werden. Eltern bekommen durch eine Aufstellung eine neue Perspektive und können die Position des Kindes im Familiensystem klar erkennen. In einer Familienaufstellung gibt es die Möglichkeit, Kinder von Belastungen zu befreien, die sie unbewusst aus dem familiären System übernommen haben. Konflikte werden erkannt und können dadurch gelöst werden. In dieser Form der Aufstellung werden auch Belastungen mit einbezogen, die generationsübergreifend auf die Familie einwirken. Die Kinder selbst müssen dabei nicht anwesend sein, profitieren davon aber ungemein. Manches Problem verschwindet schon nach einer Aufstellung völlig.

Durch die übergeordnete Perspektive werden für Eltern einfache Lösungen sichtbar, die nicht nur die Kinder, sondern das gesamte Familiensystem entlasten. Zudem werden die Ursachen von Konflikten zwischen den Elternteilen erkannt und können dadurch geklärt und gelöst werden.

Glückliche Eltern, glückliche Kinder!

 

 

 

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Was ist eine Familienaufstellung?

Eine Familienaufstellung ist eine Methode aus der Psychotherapie. Die Familienaufstellung arbeitet mit dem  wissenschaftlich nicht erklärbaren Phänomen, dass fremde Personen, die stellvertretend den Platz eines Familienmitglieds einnehmen, die Gefühle und die Haltung des jeweiligen Familienmitglieds wahrnehmen können. Das ermöglicht es, die Familie wie eine Skulptur darzustellen.

Diese Darstellung gibt Ihnen die Möglichkeit, als Beobachter eine neue Perspektive einzunehmen. Konflikte können anschließend über die Stellvertretenden Personen gelöst werden. Sie erfahren die Beweggründe für bestimmte Verhaltensweisen und kommen dadurch zu einem tieferen Verständnis darüber, welche Beziehungsmuster sich in der Familie etabliert haben.

Durch eine Familienaufstellung kann der Mensch in seinem sozialen Gefüge betrachtet werden. Es wird sichtbar, was er aus Liebe, bewusst oder unbewusst, emotional und psychisch für andere Personen aus der Familie trägt. Die gewonnenen Erkenntnisse helfen dabei, dass diese Belastungen losgelassen werden können.

Die Familienaufstellung eignet sich hervorragend dazu

  • Beziehungsgeflechte zu lösen
  • Konflikte zu bereinigen
  • Verhaltensmuster zu erkennen
  • Belastungen aus dem Familiensystem zu transformieren
  • den eigenen Platz im Familiensystem wahrzunehmen und zu verändern
  • Erkenntnisse über Ursachen von Konflikten zu gewinnen
  • Verständnis zu erlangen
  • Liebe und Mitgefühl zu entwickeln
  • sich selbst zu begegnen
  • Beziehungen zu verändern
  • eine neue Perspektive zu gewinnen

Es gibt Menschen, die schlechte Erfahrungen mit Familienaufstellungen gemacht haben, das möchte ich an der Stelle nicht verschweigen. Das liegt aber wohl weniger an der Methode, als am jeweiligen Therapeuten oder Aufstellungsleiter, der menschlich eben mehr oder weniger für diese Arbeit geeignet ist. Schlechte Erfahrungen kann man überall machen, bei Ärzten genauso wie bei anderen Therapeuten und auch in der Autowerkstatt oder in anderweitigen Situationen. Die Familienaufstellung an sich hat es nicht verdient, deswegen in ein schlechtes Licht gerückt zu werden. Sie ist eine wunderbare Methode, sich von übernommenen Mustern, Belastungen und Beziehungsproblematiken zu befreien.

Und das Schöne ist, alle in der Familie werden davon profitieren!

 

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