Einfluss der AHNEN – wie sie dein Leben bestimmen

 

In Asien werden den Ahnen extra Ahnenhäuser aufgestellt um sie zu ehren, da ihre ständige Anwesenheit als ganz normal angenommen wird. In diesem Artikel geht es deshalb um den Einfluss der Ahnen – wie sie dein Leben bestimmen und wie du das verändern kannst. Erfahre, wie nicht nur die Gene, sondern auch ein emotionales und soziales Erbe an die nachfolgenden Generationen – und damit auch an dich weitergegeben worden ist. 

 

Die Ahnen spielen schon seit Jahrtausenden in vielen Kulturen dieser Erde eine wichtige Rolle. In der schamanischen Tradition werden sie sogar als Ratgeber hinzugezogen, wenn es um familiäre Problematiken geht. In unserer Kultur hat man sich mit dem Erbe der Ahnen erst in der Epigenetik auseinandergesetzt und neue Erkenntnisse gewonnen.

Der Einfluss der Ahnen ist viel größer, als wir bislang angenommen haben. Bekannt ist seit langem, dass Äußerlichkeiten, aber auch bestimmte Krankheiten, sog, Erbkrankheiten von einer Generation auf die andere weitergegeben werden können. Forschungsergebnisse der Epigenetik zeigen allerdings, dass der Einfluss der Vorfahren auf die Nachkommen weitaus stärker ist. Man weiß mittlerweile, dass bestimmte Erfahrungen, Schicksalsschläge, traumatische Erlebnisse, Einstellungen, Verhaltens- oder Beziehungsmuster das Erbgut beeinflussen können. Dieses emotionale und soziale Erbe wird an die nachfolgenden Generationen weitergegeben.

 

 

Durch den Einfluss der Ahnen entstehen in jeder Familie bestimmte Verhaltensmuster, Regeln, Erwartungen, aber auch Geheimnisse über die niemand spricht. In der systemischen Familientherapie wird in Form der Aufstellungsarbeit diesen übernommenen Mustern nachgegangen. Wird dem einzelnen bewusst, dass es „vererbte“ Gefühle sind, die Unstimmigkeit oder beispielsweise Schuldgefühle erzeugen, können sie losgelassen werden. Menschen lernen durch Beobachten und Nachahmung, so ist es nicht verwunderlich, dass sich gewisse Gesten, die Körperhaltung, aber auch die Art und Weise wie kommuniziert wird, in den nächsten Generationen wiederholt. Auch Beziehungsmuster sind stark prägend und beeinflussen die Art und Weise, wie wir miteinander umgehen.

 

Es gibt Kinder, die träumen die Kriegserlebnisse ihrer Großväter und sensible Kinder, die das Schicksal und die Emotionen der Vorgenerationen regelrecht spüren können. Das ist belastend und nicht erklärbar, was die Sache noch schlimmer macht. Da ja das reale Leben gar keine Anhaltspunkte liefert, zweifeln diese Menschen am Ende an sich selbst und glauben, dass mit ihnen irgendetwas nicht stimmt. Das kann letztlich zu psychischen Problemen oder sogar zu chronischen Erkrankungszuständen führen.

 

Deshalb stelle ich dir hier 3 Schritte vor, wie du deine Ahnen ehren und dich aber auch von diesen Schicksalen etwas distanzieren kannst.

 

Schritt 1

Betreibe etwas Ahnenforschung und versuche etwas über deine Ahnen zu erfahren. Dann bekommst du einen Eindruck, was da so alles gelebt worden ist, welche Berufe sie hatten und was da so alles passiert ist. Du kannst aufgrund ihrer Berufswahl unter Umständen auch schon gewisse Erkenntnisse gewinnen, für was sie Interesse hatten, oder was an Familientradition weitergegeben wurde.

Schritt 2

Ehre deine Ahnen indem du Ihnen eine Kerze anzündest. Spüre Ihre Anwesenheit und bedanke dich für die guten Dinge, für die wunderbaren Talente und Fähigkeiten, die sie an dich weitergegeben haben. Lade deine Ahnen ein und bitte für sie um Gnade, Barmherzigkeit und Erlösung. Fühle wie sich das anfühlt. Bitte dann einen Engel sich zwischen dich und deine Ahnen zu stellen. Fühle, wie sich das anfühlt. Bitte zusätzlich einen Engel sich um deine Ahnen zu kümmern.

Schritt 3

Erbitte den Segen für deinen Ahnen und stelle dir vor, wie Licht zu allen Seelen deiner Vorfahren scheint. Segne deine Ahnen und bitte Sie um Hilfe und Unterstützung für deinen Lebensweg. Bedanke dich dafür.

 

Die Ahnen geben ja nicht nur Schicksale, sondern auf der anderen Seite auch Fähigkeiten weiter, wie sportliche, handwerkliche, künstlerische, kreative, oder geistige Talente. Davon profitieren die Nachkommen natürlich auch. Es gibt Familien, in denen seit Jahrhunderten handwerkliches Geschick viele Generationen geprägt hat. Sich dieses Generationen-Erbe bewusst zu machen kann durch Ahnenforschung gelingen, aber auch durch eine Familien – bzw. Ahnenaufstellung. Dabei wird den Ahnen ein Platz gegeben und man kann spüren, welchen Einfluss das auf das eigene Empfinden hat.

Sich mit seinem emotionalen Erbe auseinanderzusetzen ist deshalb sinnvoll, weil man spürt, was wirklich zu einem gehört und was man einfach unbewusst von den Vorgenerationen übernommen hat.

 

Sabine Ruland - ONARISHerzlichst

Sabine Ruland

 

 

 

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